Abschnittsende: Rücksprung zur seiteninternen Navigation

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Der INA.KINDER.GARTEN auf dem Campus Virchow in Berlin ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen Vätern und Müttern helfen können, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Anlässlich des Aktionstags der Lokalen Bündnisse für Familie hat Bundesfamilienministerin Schröder die Kindertagesstätte besucht.
Auf dem Campus Virchow der Charité in Berlin befindet sich die Kindertagesstätte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Charité und des Deutschen Herzzentrums. 118 Kinder im Alter von zwei Monaten bis zu sechs Jahren werden hier betreut. Neben den Kindern des Personals kümmern sich die Betreuerinnen und Betreuer auch um bis zu sechs Kinder, deren Eltern in der Klinik Patienten besuchen. Die Trägerin der Kindertagesstätte ist die gemeinnützige INA.KINDER.GARTEN GmbH, die im Berliner Bündnis für Familie engagiert ist. Anlässlich des Aktionstags der Lokalen Bündnisse für Familie hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder heute die Kindertagesstätte besucht.
„In vielen Berufen arbeiten Menschen abends, nachts oder am Wochenende – zum Beispiel Krankenschwestern, Busfahrer oder Angestellte im Hotel. Diese Eltern brauchen für ihre Kinder besonders flexible Betreuungsangebote“, sagt Bundesministerin Schröder. „Gute Kinderbetreuung darf nicht zum Privatproblem werden, nur weil sie außerhalb der normalen Geschäftszeiten nötig ist. Der INA.KINDER.GARTEN ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen Vätern und Müttern helfen können, Familie und Beruf besser zu vereinbaren.“
Die Einrichtung bietet drei Wochen im Monat Nachtbetreuung an und öffnet von 0 – 24 Uhr. In der vierten Woche ist neben der wöchentlichen Regelöffnungszeit von 5.45 – 20.15 Uhr eine Wochenendbetreuung gewährleistet. Die Bring- und Abholzeiten für die Kinder sind auf die Schichtpläne der Eltern abgestimmt. Die Einrichtung ist das Jahr über fast durchgehend geöffnet, also auch in den Schulferien. Somit bietet die Kindertagesstätte Berliner Eltern Öffnungszeiten, die sich nach ihren Bedürfnissen richten.
Zu Öffnungszeiten in Kitas hatte das Berliner Bündnis für Familie bereits im Jahr 2008 eine Umfrage gestartet. Das Bündnis wollte herausfinden, wie familienfreundlich Berlin ist und ließ deshalb danach fragen, welche Freizeitangebote Familien in der Hauptstadt nutzen können, wie Mütter und Väter ihre Lebenssituation einschätzen – und auch, wie zufrieden sie mit den Öffnungszeiten der Kitas sind.
Das Bündnis gab eine Umfrage in Auftrag bei der 351 Berliner Eltern zu Familienfreundlichkeit, Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf befragt wurden.
Das Ergebnis: Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner hält ihre Stadt für wenig familienfreundlich. Zwar verfüge Berlin über ein gut ausgebautes Netz an Kinderbetreuungsmöglichkeiten, jedoch würden deren Öffnungszeiten nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern übereinstimmen. Auch in Berliner Unternehmen vermissen die befragten Eltern familienfreundliche Personalmaßnahmen.
Für das Berliner Bündnis sind diese Ergebnisse ein klarer Auftrag, Familien mehr zu unterstützen. Nach und nach möchte man die in der Elternbefragung aufgedeckten Probleme angehen.